Technik-Lehrgänge für Groß und Klein

von Maike Prüfer

Am Samstag, den 21.02.2016 war der 1. Ju-Jutsu Verein Bernau Gastgeber gleich zweier Techniklehrgänge des Brandenburgischen Ju-Jutsu Verbandes zur Vorbereitung der bald anstehenden Kyu-Prüfungen.

Am Vormittag waren die Jüngeren an der Reihe, welche für die Prüfungen bis zum 5. Kyu, also Gelbgurt, fit werden wollten.

Unter Leitung des hiesigen Heimtrainers Moritz Gericke und seines Co-Trainers Laurens Becker, wurden die jungen Teilnehmer nach einer schweißtreibenden freudbetonten Erwärmung in die Feinheiten der modernen Selbstverteidigung eingewiesen. Vor allem wurde ihnen im Vorfeld jeder Übung gezeigt und erklärt wofür denn diese Technik nützlich ist und welche Angriffe man damit parieren kann. Danach ging es in Gruppen ans selbst Ausprobieren und Üben.

LLG Bernau

Wie halte ich meine Verteidigungsstellung ein auch wenn von allen vier Ecken an mir gezerrt wird?

Wie kann ich mich schützen, wenn mich jemand mit Atemis angreift?

Was kann ich bei verschiedenen Angriffen machen und wie vermeide ich dabei eigene Verletzungen?

Von Würfen, Hebeln, Griffbefreiungen, Abbiegungen, Knie- Fuß- und Handabwehr war alles dabei.

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In Windeseile vergingen so die 3 Stunden damit, das im Training bereits Erlernte zu wiederholen und die meisten für das Kyu Programm benötigten Techniken zu vertiefen und dies auch mal nicht nur mit dem Lieblingstrainingspartner. Denn es waren nicht nur Bernauer Sportler bei dem Lehrgang. Unter den 34 Teilnehmern waren auch reichlich Sportler anderer Barnimer Ju-Jutsu Vereine, so dass auch munter Partner- und Gruppenwechsel durchgeführt werden konnten und mussten.

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In einem Abschlussspiel konnten dann die erlernten Techniken unter Stress direkt beim Trainer angewandt werden und er konnte durch das zuvor Erlernte auch von den Kleinsten auf die Matte gelegt werden.

Am Nachmittag hatten dann auch die Älteren Gelegenheit, sich auf ihre Prüfungen bis zum 3. Kyu (Grüngurt) vorzubereiten.

Hier unter Leitung von Wolfgang Reitsch (4. Dan JJ). Bereits in die Erwärmung wurden viele später benötigte Technikelemente integriert. So kamen auch die Größeren ins Schwitzen. Auch bei den Großen wurde jeweils im Vorfeld die zu erlernende Technik ganzheitlich durch den Trainer an einem stets willigen Uke vorgeführt und danach ging es zu zweit ans Üben.

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Die Übungen waren komplex und anspruchsvoll. Ausführungsfehler wurden vom Trainer schnell entdeckt und korrigiert. Insbesondere wurde darauf geachtet, dass der Tori nicht sofort nach der geforderten und ausgeführten Technik seine Aktion beendet sondern den Uke danach auch sichert und so gesichert „vorstellt“. Genau darauf wird bei den Großen in der Prüfung dann auch geachtet. Es gab wichtige Tips zum Ansetzen von Hebeln, Würfen und Sicherungstechniken, ebenso zur Abwehr von Würgen und wie welche Festhalte am Boden am besten wirkt.

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Gerade für die Neueinsteiger (Weißgurte) war die Vielzahl der Techniken eine Herausforderung, die jedoch auch sie, dank der unermüdlichen auch individuellen Ausführungs-Tips durch den Trainer, mit Bravur bestanden. Jeder Teilnehmer konnte für seine anstehenden Prüfungen etwas mit nach Hause nehmen und der eine oder andere wird gewiss einige der erlernten Ausführungen in seine Prüfung einfließen lassen.

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Auch dieser Landeslehrgang wurde gut von Sportlern aus ganz Brandenburg und Berlin angenommen. Die 31 Teilnehmer verließen geschafft aber zufrieden das Bernauer Dojo an der Heinersdorfer Straße.

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