World Championships Ju Jutsu Aspirants and Juniors

von Anna-Lena Friedo

Vom 13.-15. März 2015 fand in der Olympia-Taek-Won-Do-Halle in Athen die Juniorenweltmeisterschaft im Ju Jutsu Fighting, Duo und Newaza statt. Aus Brandenburg hatten sich sechs Sportler für die WM qualifiziert: Fabian Fünfstück, Fridolin Vach, Luise Wittich und Moritz Gericke vom 1. Ju-Jutsu-Verein-Bernau sowie Maximilian Pick und Jakob Bachmann vom PSV Basdorf.

Am ersten Tag wurde unter anderem die Altersklasse U18 ausgetragen.
Fabian Fünfstücks Gewichtsklasse bis 55kg startete gleich zum Beginn des Wettkampftages. Sein erster Gegner aus der Ukraine punktete vor durch Atemi, hier war Fabian letztlich noch nicht konsequent genug. Seine Stärke im Part zwei und drei konnte Fabian gut ausspielen. Am Ende fehlte nur der Ippon Part eins zum Sieg.

In der Hoffnungsrunde setzte er sich zunächst überzeugend in den beiden nächsten Kämpfen durch. Der vierte Gegner kam aus Russland. Trotz großer kämpferischer Leistung erwies er sich jedoch als zu stark für Fabian. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen erreichte der Bernauer bei dieser WM einen guten 7. Platz.

Der Basdorfer Maximilian Pick (U18-50kg) zeigte sich von Anfang an hochkonzentriert und gewann die beiden ersten Kämpfe souverän mit Full House.

Auch im Halbfinale siegte er gegen den Italiener Floridi deutlich überlegen nach Punkten. Der Finalkampf gegen den Russen Gavriliuk war lange ausgeglichen, in der zweiten Kampfhälfte konnte Gavrilliuk jedoch die entscheidenden Punkte für sich verbuchen. Maximilian gewann die Silbermedaille bei seiner ersten WM-Teilnahme, dies ist der verdiente Lohn für einen herausragenden Wettkampf des Basdorfer Sportlers.

Fridolin Vach startete bis 73 kg. Bereits im ersten Kampf zeigte er deutlich, dass er nicht zum Verlieren nach Athen gereist ist. Frido gewann klar nach Punkten gegen Trajkovic aus Serbien.

Gegen den nächsten Gegner aus dem Gastgeberland führte Frido bereits 10:1 in der 40. Sekunde, bevor er mit Wurf und Festhalte den Sack zumachte und vorzeitig gewann. Im Halbfinale traf er auf den Niederländer van de Griend. Hier zeigte Frido seine Nervenstärke und kämpfte taktisch klug und überlegt. Mit einem 11:8 Sieg zog auch Fridolin ins Finale ein. Im Finalkampf gegen den russischen Sportler Akhtakhanov präsentierte sich Fridolin von Anfang an technisch überlegen. Er konnte seinen Punktevorsprung bis zum Ende halten und wurde in seiner Gewichtsklasse unangefochten Weltmeister.

Die einzige Starterin aus Brandenburg am zweiten Wettkampftag war Luise Wittich (U21 bis 62 kg) Luise traf im ersten Kampf auf die Europameisterin Aurora Intini aus Italien.

Bei der Europameisterschaft im letzten Jahr in Lund hatte Luise den Auftaktkampf gegen Intini verloren. Heute war sie von Anfang an hellwach und konnte die sehr leidenschaftlich kämpfende Italienerin über die gesamte Zeit auf Abstand halten. Am Ende gewann Luise 19:8 und traf im Halbfinale auf die Polin Walotek. In dieser Ansetzung punktete unsere Starterin mit ihrem berühmten Fußstoß, aber auch immer wieder mit der Handkante, war auch stark im Part zwei und drei und zog ungehindert ins Finale ein. Dieses war deutsch-deutsch besetzt. Luisa Bauer aus Würzburg hatte sich im Halbfinale gegen die Französin Ferreira durchgesetzt. Im Finale hatte die Würzburgerin zu viel Respekt und Luise konnte von Anfang an ihre Stärke in allen Parts ausspielen. Sie führte von Beginn an und brachte den Punktevorsprung ohne Probleme nach Hause. Bei ihrer zweiten WM-Teilnahme wurde Luise verdient Weltmeisterin und ihr Glück war vollkommen.

Am dritten Tag der Weltmeisterschaft traten Jakob Bachmann(Basdorf) und Moritz Gericke(Bernau), beide in der Gewichtsklasse U21bis 69kg an. Jakob konnte sich im ersten Kampf knapp gegen den Italiener Monastero durchsetzen und traf dann auf den Österreicher Kellner. Hier war der Basdorfer von Anfang an dominierend und gewann so deutlich nach Punkten. Danach verlor Jakob leider knapp mit einem Punkt Rückstand und musste in der Trostrunde weiterkämpfen. Hier konnte er noch einmal die Reserven mobilisieren und siegte gegen den Serbier Della Croce. Im Kampf um den Einzug ins kleine Finale musste sich Jakob leider dem amtierenden Weltmeister Toplak aus Slowenien geschlagen geben.

Für Moritz liefen die beiden ersten Kämpfe hervorragend. Er war konzentriert und technisch stark, so gewann er deutlich gegen den Polen Sobsczak und den Franzosen Tisseur.

Danach traf Moritz auf den Russen Kiselev. Dieses Duell war von Anfang an hart umkämpft und keiner der Sportler konnte sich einen Punktevorsprung erarbeiten. Erst in den Schlusssekunden gelangen dem Russen die entscheidenden Treffer und leider verlor Moritz sehr unglücklich mit 11:12 Punkten. Für den Russen ging der Weg weiter bis zum Titelgewinn, Moritz blieb nur die Hoffnungsrunde. Hier musste er sich dem nächsten russischen Kämpfer Bychkov stellen. Dieser hatte das bessere Timing, setzte einen Ippon-Wurf und dann die Festhalte durch und konnte dann durch Full Ippon den Kampf für sich entscheiden.

Für beide Barnimer Sportler hat es bei dieser WM nicht zum Medaillengewinn gereicht, dennoch haben beide stark gekämpft. Die Gewichtsklasse bis 69 kg war die größte dieser WM. Alle Kämpfer waren auf Weltklasse-Niveau, zum Erreichen des Treppchens musste einfach alles stimmen und unseren Startern fehlt das kleine bisschen Glück in den entscheidenden Augenblicken.
Dennoch haben die Barnimer Ju Jutsuka bei dieser WM ein sensationelles Ergebnis erreicht. Immerhin gehören zwei der sechs deutschen Goldmedaillen Brandenburgern und drei Podestplätze bei sechs Startern ist schon eine achtbare Quote.

Ein großer Dank geht auch an alle beteiligten Trainer aus unserem Verein, an die Bundestrainer, auch an die Trainer des Judo-Vereins Bernau und vor allem an Moritz, der die unmittelbare WM-Vorbereitung für unsere Starter am meisten getragen hat.

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