Deutsche Einzelmeisterschaften im Ju Jutsu Fighting und Duo

von Anna-Lena Friedo

Zur Deutschen Einzelmeisterschaft im Ju Jutsu Fighting und Duo lud in diesem Jahr der MTV Rottdorf nach Winsen/Luhe ein. Gekämpft wurde auf vier Matten an zwei Tagen.
Am Samstag starteten Jakob Bachmann vom PSV Basdorf und Moritz Gericke vom 1. Ju-Jutsu-Verein Bernau in der Gewichtsklasse U21 bis 69kg. Moritz siegte in den drei Kämpfen vorzeitig mit technischer Überlegenheit und gelangte so unangefochten ins Finale. Dort traf er auf Jakob, der sich gegen seine Gegner in der Vorrunde jeweils nach Punkten durchsetzte. Beide Sportler kennen sich sehr gut durch viele gemeinsame Trainingsstunden beim Stützpunkttraining Bernau. In diesem Kampf nutzte Jakob seine Kontermöglichkeiten und konnte einen Punktevorsprung erringen, den er bis zum Ende hielt. Er wurde mit der Goldmedaille belohnt und Moritz erhielt Silber.

Am Sonntag wurden die Kämpfe um die Meistertitel in der Altersklasse U18 ausgetragen. In der Gewichtsklasse bis 50 kg kämpften Florian Fünfstück und Niklas Wehr. Für eine Medaille reichte es bei beiden trotz guter kämpferischer Leistung bei ihrer ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft noch nicht.

Die nächsthöhere Gewichtsklasse bis 55kg war gleich mit drei Bernauern besetzt: Benjamin Vach und David Pilz mussten beide nach einem verlorenen Auftaktkampf in die Trostrunde. Beide konnten noch einen Kampf gewinnen, schieden dann aber leider aus. Sehr stark präsentierte sich Fabian Fünfstück. Er siegte zweimal vorzeitig und setzte sich im Halbfinale gegen Oliver Schneider aus Norderstedt durch. Ebenfalls sehr souverän kämpfte sich auch Maximilian Pick aus Basdorf ins Finale. Den Finalkampf zwischen Fabian uns Maximilian dominierte der Basdorfer und gewann mit technischer Überlegenheit die Goldmedaille. Fabian wurde für seine Leistung mit Silber belohnt.

Die nächsthöhere Gewichtsklasse bis 60 kg war ebenfalls stark besetzt. Laurens Becker aus Bernau traf gleich im ersten Kampf auf den Bundeskaderathleten Nikola Angelovski aus Hanau. Laurens war hochkonzentriert und konnte diesen starken Gegner knapp nach Punkten besiegen. Auch der zweite Kampf ging knapp zugunsten von Laurens aus. Leider verlor er ebenso knapp den Kampf um den Einzug ins Finale. Dann ging es um die Bronzemedaille, wieder gegen Angelovski. Hier bewies Lauren Nervenstärke und konnte seinen „Angstgegner“ erneut nach Punkten besiegen. Die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft war der verdiente Lohn.

In der gleichen Gewichtsklasse kämpfte Tim Wilhelm (Bernau). Er konnte seine derzeitige Stärke erneut bestätigen und siegte im ersten Kampf vorzeitig. Im Halbfinale schaltete er Henrik Schwarzkopf vom TuS Finkenwerder, einen Sportler aus dem Bundeskader, aus. Im Finale gegen Timur Eisele aus Waltrop kämpfte Tim wie beflügelt und siegte letztlich unangefochten mit einem soliden Punktevorsprung. Tim ist jetzt Deutscher Meister und hat die Einladung zur Bundeskadersichtung in der Tasche.
Ebenfalls unangefochten Deutscher Meister in der Gewichtsklasse bis 73 kg wurde Fridolin Vach. Er deklassierte seine Gegner und gelangte mit drei vorzeitigen Siegen direkt ins Finale. Dort erwartete ihn Rene Händel aus Gelsenkirchen. Auch in diesem Kampf behielt Frido die Übersicht und holte sich Ippons in allen drei Parts. Nach dem Weltmeistertitel in Athen hat er auch bei diesem Wettkampf bewiesen, dass er aktuell in seiner Gewichtsklasse ganz oben mitspielt.

Bis 81 Kg startete Lukas Wittich und hat sich bei den schweren Jungs bei seinem ersten DEM-Start gut geschlagen. Den ersten Kampf gegen Tillmann Richter aus Groitzsch verlor er zwar vorzeitig, setzte sich dann aber in den nächsten beiden Kämpfen durch. Für Lukas wurde es die Bronzemedaille.
Das sehr gute Abschneiden der Bernauer Sportler ist besonders dem Trainerteam Chris Schönau und Moritz Gericke zu verdanken.
Das Brandenburger Team hat mit viermal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze einen hervorragenden zweiten Platz in der Länderwertung hinter dem Team Bayern errungen. Der neue Landestrainer Frank Gehrke kann stolz aus seine Sportler sein.

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