Deutsche Meisterschaften vom 28. - 30.6.2019

von Angelina Lindenau

Der letzte große Wettkampf im ersten Halbjahr vor der Sommerpause war gekommen. Nach der Deutschen Schülermeisterschaft im Mai stand nun die Deutsche Einzelmeisterschaft der U21 und Senioren in Maintal  ( Hessen ) auf dem Programm. Für die Kämpfe am letzten Juni-Wochenende, vom 28.- 30.06.2019, hatten sich 4 Sportler aus Bernau, Luise Wittich, Fynn Trarbach, Fridolin Vach und Fabian Fünfstück qualifiziert.

Lulu musste leider kurzfristig verletzungsbedingt auf ihren Start verzichten. Trotzdem begleitete sie mit ihrer immerwährenden guten Laune unser Team vor Ort. Am Samstag früh um 8.30 Uhr begannen die Kämpfe.  

Als Erstes musste der Älteste der 3 Starter, Fabian Fünfstück, in der Gewichtsklasse bis -62 kg Senioren auf die Matte. In der Seniorenklassen gibt es keine Altersbeschränkungen mehr und dementsprechend bestand die Klasse aus vielen erfahrenen Sportlern. Darunter befanden sich mit Fabian noch 3 weitere Bundeskaderathleten. Diese schwierige Aufgabe hatte Fabian lange im Kopf und kämpfte deswegen sehr zurückhaltend und konnte erst zum Ende punkten. Leider genügte die Aufholjagd nicht mehr und er verlor seinen ersten Kampf. Im zweiten Kampf stand ihm der erste Bundeskaderathlet Sergej Balbuzki auf der Matte gegenüber, der bereits viel Erfahrung in dieser Gewichtsklasse hatte und dieses auch überzeugend zeigte, sodass Fabian leider auch seinen zweiten Kampf verlor und somit keine Platzierung in den Medaillenrängen erreichen konnte.  

Als Zweites startete Fynn Trarbach in seinem ersten U21- Jahr in der Gewichtsklasse bis -69kg. In den letzten Jahren landete Fynn bei der Deutsche Einzelmeisterschaft immer knapp hinter den Plätzen auf dem Treppchen, daher war die diesjährige Motivation besonders hoch. Nach seinem ersten Freilos konnte Fynn den ersten Kampf für sich entscheiden und damit ins Halbfinale einziehen. Der zweite Kampf war ein wahrer Schlagabtausch, bei dem die Punkte am Schluss für Fynn  leider nicht ausreichten. Somit verpasste Fynn knapp den Einzug ins Finale. Er hatte nun seinen letzten Kampf vor sich, bei dem es um den 3. Platz ging. Wieder bekam Fynn in seinem letzten Kampf in Part I vom Kampfrichter keine Punkte. Das hieß für ihn, dass er mit Full Ippon gewinnen musste. Am Schluss fehlte ihm nur noch Part II, was ihm taktisch schlau mit einem schnellen Übergang in den letzten Sekunden des Kampfes gelang. Somit sicherte er sich den langersehnten 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften!

Der Letzte von den 3 Startern war Fridolin Vach in der U21 bis-77kg. Frido hatte nach einem Jahr Wettkampf- und Trainingspause durch ein Auslandsjahr nur einen Monat Vorbereitung, in dem er mit viel Taktik übte. Doch sein Talent hatte Frido in dem Jahr nicht verloren. Er zeigte eindrucksvolle Techniken, gewann deutlich seine beiden ersten Kämpfe und zog somit schnell ins Finale ein. Im Finale begegnete er Nikola Angelovski, der sich ebenfalls sehr souverän ins Finale gekämpft hatte. Hier zeigte sich dann doch die kurze Wettkampfvorbereitung, da sein Gegner oft die schnellere Reaktion hatte und sich mit den Punkten Stück für Stück vorarbeitete. Kurz vor Schluss lag Frido nach Punktenl zurück, aber wenn er noch einen Ippon in Part III erreichen könnte, würde er den Kampf gewinnen. Und dort zeigte sich Fridos extreme Ruhe und die Fähigkeit, den Überblick über den Kampf zu behalten. Er bewies sein Talent und holte gerade noch rechtzeitig seine Festhalte und somit den alles entscheidenen Ippon. Frido wurde Deutscher Meister in der U21 bis -77kg und war damit auch der Einzige aus Ostdeutschland.

In der Mannschaftswertung erreichte unser kleines Team einen guten 13. Platz unter 93 teilnehmenden Vereinen!

Am Ende gilt wie so oft ein großer Dank den mitreisenden Trainern und Helfern für die Übernahme der Fahrdienste und für allzeit gute Stimmung.

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